Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 19. Dezember 2006|Aktualisiert am 26. Mai 2017

Organspendestatus auf Facebook posten - Neue Funktion im weltgrößten Sozialen Netzwerk

12.11.2012. Auch Facebook gibt nun Anlass, sich mit dem Thema Organspende auseinander zu setzen. Nutzer können ihren Organspendestatus in einem eigens dafür vorgesehenen „Lebensereignis“ posten.

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Seit dem 1. November 2012 sind die gesetzlichen und privaten Krankenkassen in Deutschland verpflichtet, ihre Versicherten anzuschreiben, um über die Organspende aufzuklären und zu einer Entscheidung aufzufordern. Dafür haben die Kassen ein Jahr lang Zeit. Die Entscheidung, den beiliegenden Organspendeausweis auszufüllen und sich für oder gegen eine Organspende auszusprechen, bleibt aber freiwillig.

Auch Facebook gibt nun Anlass, sich mit dem Thema zu befassen. Dort besteht die Möglichkeit, die Bereitschaft zur Organspende in einem eigens dafür vorgesehenen „Lebensereignis“ zu posten. Das kann für die Angehörigen unter Umständen eine wichtige Entscheidungshilfe sein, wenn der Verstorbene seinen Willen noch nicht, rechtlich bindend, in einem Organspendeausweis dokumentiert hat. Die neue Facebook-Funktion wird unter anderen vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier und von der Stiftung „FÜRS LEBEN“ unterstützt, die im Internet unter www.fuers-leben.de ausführlich über die Option informiert. In vielen anderen Ländern wie den USA, Kanada, Großbritannien und Schweden wurde die Funktion bereits eingeführt.

 

Hintergrund: Wenngleich laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rund 74 Prozent der Deutschen zu einer Organ- und Gewebeentnahme nach ihrem Tod bereit sind, besitzen nur 25 Prozent einen Organspendeausweis.

Rund 12.000 Menschen warten in Deutschland auf eine lebensrettende Transplantation. Darunter sind allein 8.000 Menschen, die eine Niere benötigen - das sind etwa dreimal so viele Patienten, wie Transplantate vermittelt werden können. Täglich sterben im Durchschnitt drei Patienten auf der Warteliste. (Glimm/Wahlers)

 

 

 


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