Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 19. Dezember 2006|Aktualisiert am 26. Mai 2017

Urologische Folgeerkrankung von Diabetes mellitus Typ 2 - Diabetiker öfter inkontinent

13.05.2013. Übergewicht und Bewegungsmangel gelten als Hauptursachen für Diabetes mellitus Typ 2. In Deutschland leiden etwa sechs Millionen Menschen an der Stoffwechselkrankheit, die mit zahlreichen Folgeerkrankungen, darunter Nierenschäden, einhergeht. Doch auch die Harnblase ist betroffen wie der Urologe Dr. Andreas Wiedemann und der Geriater Prof. Ingo Füsgen vom Evangelischen Krankenhaus Witten in einer Befragung von 4071 Diabetikern herausfanden.

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Ihre epidemiologischen Untersuchungen ergaben, dass Diabetiker doppelt so häufig an Symptomen des unteren Harnwegtraktes (Lower Urinary Tract Syndrome, LUTS) leiden wie der Rest der deutschen Bevölkerung. Dazu zählen häufiges Wasserlassen, Harndrang und schwacher Harnstrahl. Das Inkontinenzrisiko ist ebenfalls größer, nämlich um das 1.28-Fache. Kommen zu Diabetes Typ 2 noch weitere Komplikationen hinzu, steigt die Gefahr für die Harnblase. Vor allem bei männlichen Typ-2-Diabetikern mit erektiler Dysfunktion ist das Risiko deutlich erhöht, eine Inkontinenz zu entwickeln.

Das Ungleichgewicht im Blutzuckerspiegel kann durch Abnehmen, die richtige Ernährung und Sport zwar positiv beeinflusst werden, heilbar ist Diabetes nach derzeitigem Wissenschaftsstand nicht. Umso wichtiger ist es, der Wohlstandskrankheit mit einem gesunden Lebensstil vorzubeugen.

Wie Blase, Niere und Co. gesund bleiben, lesen Sie im „Ratgeber zur Prävention urologischer Erkrankungen“ der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. und des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V., den Sie hier einsehen oder bestellen können.

Text: DGU/BDU-Pressestelle


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