Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 19. Dezember 2006|Aktualisiert am 26. Mai 2017

Studienteilnehmer gesucht - Stoßwellentherapie bietet neue Hoffnung bei Potenzstörungen

08.11.2013. Potenzstörungen sind ein äußerst schambesetztes Thema, das von den Betroffenen meist verschwiegen wird. Dabei sind sie durchaus nicht allein mit ihrem Leid: Rund 50 Prozent der Männer zwischen 40 und 70 Jahren werden mit erektiler Dysfunktion, also der Unfähigkeit, Erektionen zu bekommen oder diese während des Geschlechtsverkehrs aufrecht zu erhalten, in unterschiedlicher Ausprägung konfrontiert.

© Yuri Arcurs - Fotolia.com

Die häufigste organische Ursache ist dabei die mangelnde Durchblutung des Penis, die sogenannte vaskuläre erektile Dysfunktion. Für viele Männer ist zum Beispiel Viagra eine akzeptable Möglichkeit, trotz der Diagnose ein erfülltes Sexualleben zu führen. Wenn die Medikamente jedoch nicht ausreichen und kein befriedigender Geschlechtsverkehr zustande kommt, bleiben oftmals Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Hilfe verspricht eine Stoßwellentherapie, durch die die Bildung neuer Blutgefäße stimuliert werden soll, um durch eine optimierte Durchblutung die Erektionsfähigkeit zu verbessern. Der Nutzen dieses Verfahrens wird derzeit im Rahmen einer klinischen Studie in der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums Frankfurt geprüft, für die noch Teilnehmer gesucht werden.

Was sind Stoßwellen?

Hochenergetische Stoßwellen werden bereits in verschiedenen medizinischen Bereichen angewendet – bisher hauptsächlich zur Zertrümmerung von Harn-, Gallen- oder  Nierensteinen. Dabei wird ein Stoßwellengenerator mit einer wassergefüllten Silikonhülle an den Körper angebracht. Durch einen elektrischen Impuls werden im Generator Stoßwellen erzeugt, die über die Hülle in den menschlichen Körper übertreten und die Steine zertrümmern. Stoßwellen niedriger Intensität (Low Intensity Shockwaves, LISW) haben dagegen insbesondere die Eigenschaft, Gefäßneubildung zu stimulieren. Während des letzten Jahrzehnts wurde dieses Wirkprinzip bereits für die Behandlung der chronischen Durchblutungsstörung des Herzens verwendet. Seit 2010 hat man diese Technologie so weiterentwickelt, dass sie für die Behandlung der Erektilen Dysfunktion genutzt werden kann, wie das Universitätsklinikum Frankfurt mitteilte. Laut Forschungsleiter PD Dr. Igor Tsaur von der Frankfurter Uni-Klinik waren erste Tests des Verfahrens durchaus vielversprechend, relevante Nebenwirkungen seien nicht aufgetreten.

Probanden für kostenlose Studie gesucht

Die Klinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums Frankfurt sucht Männer, die sich im Rahmen dieser Studie einer Behandlung mit Stoßwellen unterziehen. Die Teilnahme ist kostenlos, die Behandlung erfolgt ambulant in einer bequemen Liegeposition und ist schmerzfrei - ohne jegliche Narkoseform.  Die Teilnehmer müssen folgende Voraussetzungen erfüllen: Es muss die Diagnose vaskuläre erektile Dysfunktion vorliegen; die Probanden sollten sich bei Behandlungsbeginn seit mindestens drei Monaten in einer stabilen Partnerschaft befinden; sie müssen über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen PDE-5-Inhibitoren, also Wirkstoffe, wie sie zum Beispiel in Viagra enthalten sind, eingenommen haben, ohne dass eine ausreichende Verbesserung der Erektionsfähigkeit erzielt worden ist.

Interessierte Patienten können sich zwecks Terminvereinbarung für eine unverbindliche und diskrete Vorbesprechung an Studienassistentin Ruth Brandau-Rödel unter Telefon 069-6301-84778 oder Mail Ruth.Brandau-Roedel(at)kgu.de wenden.

Für weitere Informationen steht PD Dr. Igor Tsaur unter Telefon 069-6301-7671 oder Mail
Igor.Tsaur(at)kgu.de zur Verfügung.

(fm)


Pressestelle

Informationen zu den Meldungen:

Bettina-Cathrin Wahlers
Sabine Martina Glimm
Tel: 040 - 79 14 05 60
Fax: 040 - 79 14 00 27
Mobil: 0170 - 48 27 28 7
E-Mail: redaktion@bettina-wahlers.de
redaktion@bettina-wahlers.de
mehr dazu