Interview mit Dr. med. André Rollenhagen (Juni 2011)

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Schlagworte: Interview
Autor: Pressestelle DGU/BDU|Veröffentlicht am 25. Juli 2011|Aktualisiert am 06. April 2017

Interview mit Dr. André Rollenhagen

Sie arbeiten aktiv in den Gremien der Deutschen Gesellschaft für Urologie und des Berufverbands der Deutschen Urologen oder vertreten die Urologie darüber hinaus auf nationaler und internationaler Ebene: Zahlreiche Urologinnen und Urologen engagieren sich ehrenamtlich für ihr Fachgebiet. Darunter ist auch Dr. André Rollenhagen. Er ist Facharzt für Urologie und Medikamentöse Tumortherapie und 1. Vizepräsident des BDU.

Am Anfang war es die Idee, auf lokaler Ebene in Berlin eine Genossenschaft zu gründen, die ihn in die Berufspolitik führte. Spätestens im Sommer 2005 steckte Dr. André Rollenhagen dann mit der Gründung der Genossenschaft Berliner Urologen mittendrin im Einsatz für sein Fachgebiet. Dorthin geführt hat ihn der Zufall in Gestalt der Bundeswehr: Vom Wehrdienst zunächst zurückgestellt, konnte er sein Medizinstudium direkt aufnehmen und startete in der Herzchirurgie. Zur Ableistung des Wehrdienstes wurde der junge Mediziner dann jedoch kurzerhand ins Bundeswehr Krankenhaus nach Hamburg in die Urologie geschickt. Seitdem ist Dr. Rollenhagen dem Fach fest verbunden. „Die Urologie hat mich vom ersten Tag an begeistert. Es ist ein kleines, aber spannendes und hoch innovatives Fach ist, das konservative wie operative Behandlung erlaubt“, sagt der niedergelassene Facharzt für Urologie und Medikamentöse Tumortherapie. Heute betreibt er gemeinsam mit fünf weiteren Kollegen eine große Gemeinschaftspraxis in Berlin.

Sein persönlicher Wille, durch Engagement etwas zu erreichen, erschöpfte sich bekanntermaßen nicht in der Gründung der Genossenschaft Berliner Urologen. Stellvertretender Vorsitzender des BDU-Landesverbands Berlin, Vorsitzender desselben und die Tätigkeit im BDU-Hauptausschuss waren weitere Stationen seiner berufspolitischen Arbeit, die durch die Implementierung der Zusatzweiterbildung Medikamentöse Tumortherapie in die Facharztausbildung für Urologie in Berlin mit einem außerordentlichen Erfolg gekrönt wurde. „Die urologische Röntgendiagnostik und die Labordiagnostik ebenfalls wieder in die Facharztausbildung in Berlin zu integrieren ist das nächste Ziel und wir hoffen, es im nächsten Jahr realisieren zu können. Auf Bundesebene gestaltet sich das alles sehr viel schwieriger“, weiß Dr. Rollenhagen. „Zum einen sind die regionalen Interessen durchaus unterschiedlich und zum anderen ist die Einflussnahme auf Gremien der Bundesärztekammer, Deutscher Ärztetag deutlich schwieriger, im Unterschied zur regionalen Ebene. Daher geht es mühsamer voran, und ich wünschte mir oft schnellere Erfolge.“

Das bundesweite Terrain ist Dr. André Rollenhagen längst vertraut: Seit 2008 ist er 1. Vizepräsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen, arbeitet inzwischen wieder sehr gut mit BDU-Präsident Dr. Axel Schroeder zusammen und unterstützt ihn vor allem bei der Wahrnehmung von Terminen in der Hauptstadt. Weiter ist der 1. Vizepräsident in der DGU-Programmkommission aktiv, als Beobachter des BDU in der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlich Urologischer Fachgesellschaften (AWUF) tätig und im Beirat der HAROW-Studie vertreten. Neue zeitsparende Kommunikationswege wie online-Sitzungen oder Telefonkonferenzen im BDU-Präsidium begrüßt er ausdrücklich.

Schwerpunktmäßig arbeitet er dort derzeit an der Einführung einer Juniormitgliedschaft für Nachwuchsurologen. Für den BDU nimmt Herr Dr. Rollenhagen ein Aufsichtsratsmandat in der urologischen Genossenschaft – Bund der Urologen e.G. – wahr, einem bundesweit tätigen Wirtschaftsunternehmen des Berufsverbandes.

„Ganz aktuell diskutiert das Präsidium darüber hinaus Veränderungen in den Führungsstrukturen und die Möglichkeit, so wie andere Berufsverbände, perspektivisch die Position eines hauptamtlichen hauptamtlichen Geschäftsführers im Berufsverband der Deutschen Urologen zu installieren, da die Zeitgrenzen des Ehrenamts die Effektivität unserer Arbeit letztlich limitieren.“ Eine breite Meinungsfindung darüber bleibt abzuwarten. „Ich persönlich halte dies für eine moderne und gute Lösung, denn trotz aller Straffung unserer Termine bleibt der zeitliche Aufwand immens und ist mir nur dank der Kollegen in der gemeinsamen Praxis in dieser Form möglich“, sagt Dr. Rollenhagen, der mit einer Nephrologin verheiratet ist und im Privatleben gern liest und Golf spielt. Sein Handicap, so der 1. Vize, läge auch nach zehn Jahren auf dem Grün bei 36 und lässt in der Tat auf einen relevanten Freizeitmangel schließen.

Interview: BDU-Pressestelle

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