Neurourologie

Autor: |Veröffentlicht am 27. September 2016|Aktualisiert am 06. April 2017

Der Begriff: „neurogene Blasenfunktionsstörung“ beinhaltet alle Formen einer Funktionsstörung des unteren Harntrakts, die Folge einer neurologischen Störung bzw. Erkrankung sind.

Ja nach Ausprägung der Funktionsstörung  bestehen langfristig subjektive (z.B. eingeschränkte Lebensqualität durch Inkontinenz oder symptomatische Harnwegsinfekte) und objektive (Nierenschädigung durch Harnabflussbehinderung oder Reflux) Risiken. Daher ist Ziel einer neuro-urologischen Betreuung die Vermeidung von Sekundärschäden am oberen Harntrakt unter größtmöglichem Erhalt der Lebensqualität, zum Beispiel durch Re-Etablierung einer vollständigen Blasenentleerung in physiologischen Intervallen unter Gewährleistung von Kontinenz.

Die Therapie der neurogenen Blasenfunktionsstörung ist individuell und kann konservative (z.B. Urotherapie, Biofeedback, Medikation), minimal invasive (z.B. Botulinum-Toxin, sakrale Neuromodulation) oder operative (z.B. artifizieller Sphinkter, Augmentation) Verfahren beinhalten.

Unabdingbare Grundlage jeder Therapie ist eine subtile Funktionsdiagnostik des unteren Harntrakts.