Grußwort des Präsidenten

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60 Jahre Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.

Autor: Geschäftsstelle|Veröffentlicht am 15. November 2010|Aktualisiert am 06. April 2017

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V., der heute für über 2.500 Kolleginnen und Kollegen aus Praxis und Klinik spricht, ist eine starke Gemeinschaft, die regional und überregional gut aufgestellt ist. Wir sind Ihre Stimme in der urologischen Versorgung und in der Politik.
Aber auch in unserem Berufsverband macht sich die demografische Entwicklung unserer Mitglieder bemerkbar: Mehr ausscheidende Vereinsmitglieder aufgrund des Alters, als Beitritte neuer, jüngerer Kolleginnen und Kollegen. Perspektivisch ist unsere Mitgliederentwicklung für den Berufsverband von elementarer Bedeutung. Erhalten Sie mit uns den BDU als starken Berufsverband. Bringen Sie sich ein, werden Sie aktiver Teil des Berufsverbandes! 
Gerade in Zeiten gesundheitspolitischer Umbrüche und Unsicherheiten ist dies besonders wichtig, um überzeugend und nachdrücklich die berufspolitischen Interessen zu vertreten. Unser aller oberstes Ziel sollte sein, vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen, damit wir Ärzte wieder mit Freude unseren Beruf ausüben.  
Zu viel Bürokratie, permanente Änderungen unserer Arbeitsbedingungen und letztlich regressive Instrumente haben in großen Teilen der Ärzteschaft in den vergangenen Jahren für Verärgerung, Frust und auch hier und da zu einer Abwehrhaltung geführt. Die Folge liegt auf der Hand: Mit einer demotivierten Ärzteschaft kann kein gutes Gesundheitssystem mit einem fairen und verlässlichen Honorierungssystem weiterentwickelt werden. Noch sind wir in Zeiten von EBM, DRG und GOÄ weit davon entfernt. 
Der Berufsverband hat in Anbetracht der demografischen Entwicklung und der begrenzten Ressourcen neue Versorgungsformen konkretisiert, denn wir sind bereit, neue Impulse in der ambulanten und in der stationären urologischen Gesundheitsversorgung zu setzen. Da die dritte schwarz-rote Koalition in dieser Legislaturperiode die stationäre Versorgung auf den Prüfstand stellt, erwarten uns vor allem im Kliniksektor neue Herausforderungen. Deshalb arbeiten wir in diesem Bereich mit Nachdruck an berufspolitischen Antworten und Konzepten; unter anderem wird ein BDU-Arbeitskreis "Angestellte Ärzte" noch gezielter die spezifischen Interessen dieser wachsenden Gruppe in der Berufs-und Standespolitik vertreten. Die Zahl der angestellten Berufsverbandsmitglieder in Kliniken, Medizinischen Versorgungszentren und auch in Praxen wird durch das Vertragsarztänderungsgesetz immer größer. Nicht zuletzt hat dies auch mit einem Wertewandel in der jungen Ärztegeneration zu tun, die zunehmend den Wunsch nach Selbstverwirklichung jenseits der Arbeit einfordern. Hier bedarf es also innovativer Lösungen. Wir werden uns deshalb als Berufsverband entschieden für eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit einsetzen. Durch den neuen Arbeitskreis im Berufsverband stellen wir gleichfalls unsere Berufs-und Standespolitik auf eine zusätzliche Säule zur Zukunftssicherung unseres Faches. Darüber freuen wir uns natürlich sehr.
Auch die Förderung der Versorgungsforschung hat für uns einen ganz besonderen Stellenwert: Wir werden deshalb als Berufsverband ergänzend zum Kollektivvertrag, mit Selektivverträgen Impulse in der Urologie setzen. Der Wegfall der Finanzierungsklausel bei Selektivverträgen, hat die Chance eröffnet, neue Versorgungsformen außerhalb des Kollektivvertrages zu etablieren. Wir, als Berufsverband, fordern neben der Plicht zu Hausarztverträgen, auch die Pflicht zu Facharztverträgen zur qualifizierten Versorgung nach § 73c. 

Damit Urologinnen und Urologen und ihre Mitarbeiter wieder Freude an ihrem Beruf haben, bauen wir in Zukunft noch mehr auf qualifizierte Weiter- und Fortbildung - auch der Assistenzberufe, um Ihnen mehr Kompetenz und Verantwortung zu vermitteln.

Sie sehen: Der Berufsverband ist eine starke Gemeinschaft, in der Sie als Mitglied gut verankert und gut vertreten sind.

In diesem Sinne

Ihr
Dr. Axel Schroeder
Präsident