Öffentlichkeitsarbeit der deutschen Urologie

Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 28. November 2006|Aktualisiert am 06. April 2017

Öffentlichkeitsarbeit der deutschen Urologie

Weniger als 1,5 % aller an der medizinischen Versorgung beteiligten Ärzte sind urologisch tätig (KBV 31.12.2003). Trotz dieses relativ kleinen Anteils an der Ärztegruppe hat die Urologie u.a. durch die Entwicklung innovativer Behandlungsmethoden weit über das eigene Fachgebiet hinaus zum Fortschritt in der medizinischen Behandlung beigetragen. Diesem hohen Stellenwert des Fachgebietes Urologie stehen jedoch in der Öffentlichkeit die fehlenden Kenntnisse über unser Berufsbild gegenüber. Laufende Übergriffe anderer Fachgebiete auf ehemals urologischen Domänen (z.B. Nierentransplantation, Andrologie, Kinderurologie, Uro-Onkologie etc.) sind letztlich Ausdruck einer mangelhaften Darstellung unseres Faches, bedingt durch eine in der Vergangenheit nur sporadisch und unkoordiniert durchgeführten Öffentlichkeitsarbeit.

Dieses Missverhältnis aufzulösen muß daher Ziel einer verbesserten Informationspolitik gegenüber dem "Kunden Patient" sowie den Leistungserbringern im Gesundheitswesen sein, um der tatsächlichen Bedeutung unseres Fachgebietes zukünftig wieder gerecht zu werden. Dabei versteht sich eine koordinierte Öffentlichkeitsarbeit als eine flankierende Maßnahme zum Schutze unserer Berufsgruppe und zur Durchsetzung unserer Interessen.