Grußwort des Präsidenten

Grußwort des Präsidenten

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Vertreter der Pharmaindustrie und Medizintechnik,
liebe Freunde und Förderer der Urologie,  

zum 69. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie vom 20. – 23.09.2017 darf ich Sie sehr herzlich nach Dresden einladen. Unter dem Motto „Urologie. Für alle. Für jeden. Für uns.“ sollen möglichst alle Facetten unseres so vielseitigen und hoch interessanten Fachgebietes thematisiert werden. In Fortsetzung des Kongressmottos „Urologie umfasst mehr“ des DGU-Jahreskongresses von Prof. Dr. Stephan Roth 2015 in Hamburg soll die Bedeutung unseres Faches für alle Altersgruppen und beide Geschlechter herausgestellt werden. Dieses wollen wir mit einer ergänzenden Imagekampagne unterstützen, die wir in meinem Präsidentenjahr initiieren und über das Jahr entwickeln werden. Wir hoffen, damit in der Öffentlichkeit eine verbesserte Wahrnehmung aller Urologinnen und Urologen als Fachärzte für Niere, Blase und Genitale bei Mann, Frau und Kind erreichen zu können.    

Inhaltlich wird der Schwerpunkt des Kongresses auf der Darstellung wissenschaftlicher und klinisch relevanter Neuerungen sowie Kontroversen in zahlreichen Teilgebieten unseres Faches liegen. Dabei werden die aktuellen Entwicklungen zu PSA-Screening und Active Surveillance beim Prostatakarzinom einen ebenso wichtigen Stellenwert einnehmen wie Neuerungen bezüglich Diagnostik und Therapie aller urologischer Tumoren unter Berücksichtigung aktueller Leitlinien. Entsprechend dem Kongressmotto soll aber auch den Themen Infektiologie, Urolithiasis, Traumatologie, BPH und ganz besonders den Schnittstellenthemen medikamentöse Tumortherapie, Inkontinenz von Mann und Frau, Andrologie, Nierentransplantation und Kinderurologie  ausreichend Zeit eingeräumt werden.  

Auch berufspolitische Aspekte werden in enger Abstimmung mit dem BDU zur Sprache kommen. So sind wir u. a. aufgefordert, intelligente Kooperationsmodelle zwischen Klinik und Praxis vor dem Hintergrund des Ärztemangels zu finden und Lösungsmöglichkeiten für die Probleme im Zusammenhang mit der zunehmenden Ökonomisierung in der Medizin aufzuzeigen. Ebenso wichtig für die Absicherung des bisherigen urologischen Spektrums sind konkrete Vorschläge zum Erhalt von Kinderurologie, medikamentöser Tumortherapie, Transplantation etc., was bei Neubesetzungen von Lehrstühlen und Chefarztpositionen zunehmend ein Problem ist.  

Die Beteiligung von Repräsentanten der GeSRU, des BDU, von niedergelassenen Kollegen und Klinikern aus Universitätskliniken und kommunalen Krankenhäusern in der Programmkommission stellt sicher, dass in Dresden sowohl niedergelassene Kollegen, Kliniker, Wissenschaftler als auch der urologische Nachwuchs ein interessantes Programm erwarten können.  

Traditionell wird am Mittwoch, 20.09.2017 ganztägig in Form von Foren aller Arbeitskreise der Akademie der Deutschen Urologen Fortbildung auf dem neuesten Stand der Wissenschaft angeboten. Donnerstags bis Samstags werden sich in bewährter Weise themenbezogene Forumssitzungen mit angemeldeten Vorträgen abwechseln, wobei geplant ist, wissenschaftliche Kontroversen in lockeren Pro- und Kontra-Sitzungen unter Beteiligung des Auditoriums zu diskutieren.  

Als ehemaliger Vorsitzender der Teamakademie ist es mir ein besonderes Anliegen, einen zweitägigen Pflegekongress für unsere so wichtigen Kooperationspartner aus den Assistenz- und Pflegeberufen anzubieten.  

Im Namen des DGU-Vorstandes, der Programmkommission und des bewährten DGU-Teams freue ich mich schon jetzt, Sie in Dresden begrüßen zu dürfen.  

Bis in Dresden verbleibe ich mit sehr herzlichen Grüßen  

Ihr      
Prof. Dr. Tilman Kälble
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V.