Autor: Pressestelle DGU/BDU|Veröffentlicht am 19. Dezember 2006|Aktualisiert am 26. Mai 2017

Bundestagsbeschluss: Keine Ausweitung der Lebend-Organspenden

09.07.09. - Rückschlag für die Befürworter der Lebendspende: Die Nachrangigkeit der Lebendspende gegenüber der postmortalen Organspende bleibt bestehen

Mit seiner Entscheidung vom 03.07.2009 hat sich der Deutsche Bundestag gegen eine Ausweitung der Möglichkeiten zur Organspende ausgesprochen. Der Antrag der FDP-Fraktion, die Nachrangigkeit der Lebendspende gegenüber der postmortalen Spende aufzuheben und anonyme Lebendspenden durch eine Änderung des Transplantationsgesetztes zu ermöglichen, wurde von allen anderen Fraktionen abgelehnt. 
Der Mangel an lebensrettenden Spenderorganen ist groß: Bundesweit spendeten im Vorjahr 1.198 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe für Schwerkranke. Damit ging die Zahl der Organspender um 8,8 Prozent zurück. Ende 2007 standen 7 916 Patienten auf der aktiven Warteliste für eine Spenderniere, die durchschnittliche Wartezeit beträgt vier bis fünf Jahre. Lebendnierenspenden sind unter Verwandten und unter einander persönlich eng verbundenen Personen zulässig.


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