Autor: Pressestelle DGU/BDU|Veröffentlicht am 19. Dezember 2006|Aktualisiert am 26. Mai 2017

Ultraschalluntersuchung zur Diagnostik von Prostatakrebs: Urologen initiieren Studie

15.05.2012. Die S3-Leitlinie Prostatakrebs, die unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) entwickelt wurde, hat in ihrer aktuellen Version vom Herbst 2011 auch Bild gebende Verfahren in der Diagnostik des Prostatakarzinoms bewertet. Einige in der täglichen Praxis bereits zum Teil häufig angewendete Verfahren haben bisher keine hinreichend wissenschaftlich fundierte Aussagekraft. Um diesem Mangel abzuhelfen, haben der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. und die DGU gemeinsam eine Studie initiiert, die die transrektale Ultraschalluntersuchung der Prostata bewerten soll.

In den letzten Jahren haben sich mehrere Verfahren zur Verbesserung der Aussagekraft dieser Untersuchungsmethode entwickelt. Allen Verfahren liegt die Ultraschalluntersuchung der Prostata zu Grunde, die durch eine in den Enddarm eingeführte dünne Ultraschallsonde durchgeführt wird. Diese Ultraschalluntersuchung, die in erster Linie zur Größenabschätzung der Prostata dient, ist seit vielen Jahren täglich geübte Praxis bei urologischen Untersuchungen des Mannes. In den letzten Jahren wurde die Untersuchungsmethode durch bessere Sonden mit je zwei Ultraschallköpfen zur dreidimensionalen Untersuchung weiterentwickelt. Die so entstehenden digitalen Daten sind jetzt durch zusätzliche Auswertungsmethoden in ihrer Aussagekraft verfeinert worden: Das sogenannte HistoScanningTM. Zur Validierung soll dieses neue Verfahren in den kommenden Monaten in einer prospektiven multizentrischen Studie überprüft werden. Die Studie mit dem Namen:

„Klinische Studie zur Bewertung der Zuverlässigkeit von HistoScanningTM in der Analyse von Ultraschall-Rohdaten bei Prostatakrebs”

wird deutschlandweit in zehn Zentren durchgeführt. Die Vorbereitungen sind in diesen Tagen abgeschlossen worden. Ende des Monats werden die Prüfungen beginnen. Mit ersten Ergebnissen wird in sechs Monaten gerechnet. Zur Durchführung dieser Studie hat sich der "Forschungsverein Leonardo" aus Mitgliedern der DGU und des Berufsverbands der Deutschen Urologen gegründet. Studienleiter ist Prof. Dr. med. Dr. h.c. Manfred P. Wirth, Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden.


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