Autor: Pressestelle DGU/BDU|Veröffentlicht am 19. Dezember 2006|Aktualisiert am 26. Mai 2017

Untersuchung: Kliniken sehen eigenen Handlungsbedarf bei Sozialen Medien

05.04.2013. Mit den modernen Kommunikationsmöglichkeiten tun sich Deutschlands Krankenhäuser schwer: Zwar sind klassische Internetpräsenzen in meist professioneller Aufmachung inzwischen längst Standard, aber bei Einsatz und Nutzung von Social Media gibt es offenbar erhebliche Defizite. Zwar erkennen die Kommunikationsverantwortlichen der Kliniken die Bedeutung von Facebook, Xing, Twitter und Co., etwa jeder zweite sieht für sein Haus auch Handlungsbedarf, dennoch nähern sie sich diesem Bereich eines zeitgemäßen Marketing-Mixes nur zögerlich professionell an.

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Zu diesem Fazit kommt eine gemeinsame Untersuchung der Vendus Gruppe, einer der führenden Dienstleister für Marketing, Kommunikation, Vertrieb und Versorgungsmanagement im Gesundheitsmarkt, mit einem Bachelorabsolventen an der TU München. Für die Untersuchung waren von 50 Kliniken Online- und Social-Media-Auftritte analysiert sowie deren Kommunikationschefs standardisiert befragt worden.

Laut Guido Mecklenbeck, geschäftsführender Gesellschafter der Vendus Gruppe, werden die Risiken fehl- oder ungesteuerter Social-Media-Aktivitäten unterschätzt. „Geradezu naiv ist es meiner Ansicht nach, dass die Hälfte der Befragten der Ansicht war, dass Social Media, etwa Meinungen auf Bewertungsportalen, überhaupt keinen Einfluss auf Belegung oder Patientennachfrage habe.“ Dabei teilen immer mehr Patienten in eigenen Beiträgen mit, wie gut oder schlecht sie sich in einzelnen Kliniken behandelt gefühlt haben. Für Prof. Dr. Volker Nürnberg, der die Bachelorarbeit an der TU München betreut hat, zeigte die Analyse, „dass Social Media Neuland für die stationären Einrichtungen ist, das sie nur mit externer Hilfe erobern werden“. Gerade bei der Krisenkommunikation sei ein einzelnes Krankenhaus meist total überfordert, Kampagnen über soziale Netzwerke zu platzieren, so der Professor mit Arbeitsschwerpunkt Gesundheitsmanagement weiter. Als mögliche Ursache dafür werden der Mangel an Know-how im Online-Marketing sowie das Fehlen von Social Media Strategien als Teil eines Gesamtmarketingkonzeptes diskutiert.

Nach der Untersuchung sind 80 Prozent der Kliniken bei Facebook vertreten, aber nur jede siebte verweise zumindest mit Links darauf. Während die eigene Website von mehr als der Hälfte der Kliniken aktiv beworben werde, gelte dies für Auftritte in den sozialen Medien eher nicht. 78 Prozent der Krankenhäuser sind bei „Klinikbewertungen.de“ präsent, und 60 Prozent haben einen eigenen Xing-Account. Etwa 50 Prozent sind mit einem eigenen Video bei YouTube vertreten, und etwa jede vierte Klinik verfügt über einen Twitter-Account. Unter den Auftritten in den Sozialen Medien fielen in der Untersuchung nur etwa 30 Prozent durch Professionalität und Nutzerfreundlichkeit auf. Die Untersuchung kann im Internet unter www.vendus.de/internet-und-social-media-in-deutschen-krankenhaeusern.html angefordert werden.

 

Text: DGU/BDU-Pressestelle


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