Autor: Pressestelle DGU/BDU|Veröffentlicht am 19. Dezember 2006|Aktualisiert am 26. Mai 2017

Bundesweit für mehr Männergesundheit: Berufsverband der Urologen etabliert erweitertes Versorgungsangebot

22.03.2013. Gesundheits-Check-ups, Krebsfrüherkennung und Prävention stehen bei Männern nicht besonders hoch im Kurs. Die meisten gehen lediglich bei einer akuten Erkrankung zum Arzt, wichtige präventive Maßnahmen werden wenig oder erst spät genutzt. Hier will der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU) jetzt gegensteuern: „Wir Urologen müssen die Botschaft an den Mann bringen, dass wir nicht erst dann Ansprechpartner sind, wenn die Potenz schwächelt oder die vergrößerte Prostata die Lebensqualität im Alter einschränkt, sondern dass wir ihnen in jedem Lebensalter handfeste Konzepte zur Gesunderhaltung bieten.

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Und die braucht der Mann genauso wie sein Auto!“, sagt BDU-Präsident Dr. Axel Schroeder. Dank eines neuen integrativen Praxiskonzepts zur Männergesundheit, das der Berufsverband seit 2013 in bundesweiten Seminaren etabliert, finden Männer überall in Deutschland ein entsprechendes Versorgungsangebot beim Urologen vor. „Damit ist der BDU der Politik und ihrem geplanten Präventionsgesetz, weit voraus“, so Dr. Schroeder. Schon 2012 richteten die Urologen auf dem 64. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. in Leipzig ihren Focus auf die Prävention.

Der Handlungsbedarf ist besonders bei Männern groß, wie erste Daten aus dem staatlichen Männergesundheitsbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) jüngst noch einmal bestätigten. Danach sind 60 Prozent der Männer in Deutschland übergewichtig oder adipös (Frauen: 44 Prozent), 34 Prozent der Männer rauchen (Frauen: 26 Prozent), ein Drittel trinkt zu viel Alkohol (Frauen: ein Fünftel) und nur jeder Zweite greift täglich zu Obst (Frauen: 71 Prozent). Gleichzeitig haben Männer häufiger Unfälle, sie begehen drei Viertel aller Suizide und sind durch ihre Arbeitsbedingungen stärker belastet als Frauen. Unter dem Strich steht eine um rund fünf Jahre geringere Lebenserwartung.

„Allein diese Zahlen zeigen das hohe Präventionspotential bei der Gesundheitsvorsorge von Männern. Der Urologe und Androloge ist der Experte für das Fach Männergesundheit. Er kann im Rahmen der gesetzlichen Vorsorge und der individuellen Gesundheitsleistung jedem Mann, je nach Alter und persönlichen Risiken, ein umfassendes Beratungs- und Behandlungskonzept anbieten“, sagt BDU-Präsident Schroeder. Das Augenmerk gilt Entwicklungsstörungen, Sexualität und Potenz, Fruchtbarkeit, Testosteronmangel, Lebensstilfaktoren sowie der Früherkennung von Tumoren der Hoden, der Harnblase, der Nieren und der Prostata. Und zwar bevor der Bauchumfang die Potenz einschränkt, ungesunde Ernährung zu Harnsteinen führt, oder Bluthochdruck, Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen und besonders Diabetes mellitus die Nierenfunktion schädigen.

Dr. Schroeder: „Mit der Früherkennung, der Primärprävention, aber auch der sekundären und tertiären Prävention wollen wir Urologinnen und Urologen unseren Beitrag zur Männergesundheit leisten und die Versorgungssituation der Männer verbessern. Berufsverband und wissenschaftliche Fachgesellschaft schaffen mit Leitlinien und evidenzbasierter Medizin Grundlagen in puncto Prävention, die fachgruppenübergreifend ein ganzheitsmedizinisches Bild abgeben. Gefordert sind nun aber auch die Kassen, da sie in der Finanzierungspflicht sind.“

Das Seminar „Männergesundheit - Ein integratives Praxiskonzept“ wird bundesweit an verschiedenen Orten angeboten. Detaillierte Informationen über Veranstaltungstermine und Anmeldeformalitäten finden sich unter: www.urologenportal.de/1990.html und www.bund-der-urologen.de/veranstaltungen.html


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