Autor: Pressestelle DGU/BDU|Veröffentlicht am 19. Dezember 2006|Aktualisiert am 26. Mai 2017

Patienten mit Urologen besonders zufrieden - 250.000 Arztbewertungen des Internetportals „Weisse Liste“ analysiert

20.09.2013. Wenn es um die Zufriedenheit von Deutschlands Patienten mit ihren Ärzten geht, stehen die Urologen ganz weit vorn: Das hat eine aktuelle Analyse von rund 250.000 Bewertungen zu Ärzten auf dem Internetportal „Weisse Liste“ und den verwandten Portalen von AOK, BARMER GEK und Techniker Krankenkasse (TK) ergeben.

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Danach würden insgesamt 85 Prozent der Patienten ihren Arzt weiterempfehlen, wobei Hausärzte mit durchschnittlich 89 Prozent häufiger empfohlen werden als Fachärzte (76 Prozent). Urologen liegen mit einer Weiterempfehlungsrate von 87 Prozent ihrer Patienten deutlich über dem Durchschnitt der Fachärzte und zugleich an der Spitze der operativen Fächer. Hautärzte und Orthopäden bilden mit 62 und 64 Prozent die Schlusslichter der Bewertungsliste.

Für die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und den Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. hat diese positive Bewertung einen hohen Stellenwert. „Zum einen betreffen urologische Erkrankungen meist sehr sensible und intime Bereiche. Zum anderen behandeln Urologinnen und Urologen besonders viele Krebspatienten. Deshalb ist es außerordentlich wichtig, dass sich Patienten gut betreut fühlen“, sagt DGU-Pressesprecherin Prof. Dr. Sabine Kliesch.

Den größten Einfluss auf die Bereitschaft einen Arzt weiterzuempfehlen, hat laut Analyse die Kommunikation des Arztes – vor allem die Tatsache, dass er auf Fragen, Ängste und Sorgen des Patienten einfühlsam eingeht. Ebenso wichtig ist den Patienten, dass sie das Gefühl haben, der Arzt höre ihnen gut zu. In all diesen Punkten werden den Urologen von ihren Patienten positive Bewertungen in einer Häufigkeit von 90 und mehr Prozent gegeben – und damit mehr als über den jeweiligen Durchschnitten. Auch hier erhalten nur die Hausärzte – damit sind in der Analyse alle Ärzte ausschließlich mit den Fachgebietsbezeichnungen Allgemeinmedizin, Praktischer Arzt/Praktische Ärztin, Arzt/Ärztin und Innere Medizin definiert – etwas bessere Werte. Am unteren Ende der Skala rangieren die Fachgebiete Dermatologie und Orthopädie mit durchweg unter 80 Prozent.

Neben den kommunikativen Aspekten besteht für die Weiterempfehlungsbereitschaft ebenfalls ein starker Zusammenhang zwischen der Zeit, die sich der Arzt für die Behandlung des Patienten nimmt, sowie der wahrgenommenen Gründlichkeit der Untersuchung. In beiden Punkten sind insgesamt 91 Prozent der Patienten mit ihren Ärzten zufrieden. Weniger entscheidend scheinen laut Auswertung dagegen organisatorische und strukturelle Merkmale der Praxis.

Auch das sensible Thema der individuellen Gesundheitsleistungen wird in den Arztbewertungen nicht ausgespart: 17 Prozent der Patienten fühlen sich manchmal bedrängt, solche Leistungen in Anspruch zu nehmen und selbst zu zahlen. Aus Patientensicht geschieht dies bei Kinderärzten mit acht Prozent am seltensten, bei Augenärzten am häufigsten (37 Prozent). Hier liegen die Urologen mit 22 Prozent knapp über dem Gesamtdurchschnitt.

Die „Weisse Liste“ ist ein Internetportal der Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit Dachverbänden der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Das Projekt versteht sich als eine Art unabhängiger Wegweiser im Gesundheitsbereich und bietet Unterstützung bei der Suche nach Ärzten, Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie bei der Planung von ambulanter Pflege. Die aktuelle Untersuchung der Patientenbewertungen ist nicht repräsentativ, da bislang nur die rund 40 Millionen Versicherten der Krankenkassen AOK, BARMER GEK und TK dort ihre Ärzte bewerten können. Alle anderen können nur die Arztsuche des Portals nutzen und die Bewertungen lesen.

Weitere Infos unter www.weisse-liste.de


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