Autor: Pressestelle DGU/BDU|Veröffentlicht am 19. Dezember 2006|Aktualisiert am 26. Mai 2017

Neu im Internet: GenderMedDB - Systematisches Archiv von Literatur zur Gendermedizin

28.04.2014. Ob Herzschwäche, Knochenschwund, Depression oder Harnblasenkrebs: Die Geschlechter erkranken verschieden. Nicht nur beim Herzinfarkt, sondern auch bei zahlreichen anderen Krankheitsbildern zeigen Frauen und Männer unterschiedliche Symptome und reagieren anders auf pharmakologische und invasive Therapien, was jedoch in der klassischen Medizin bisher kaum berücksichtigt wird.

Die Berliner Charité ist die einzige medizinische Fakultät in Deutschland, die ein eigenes Institut für Geschlechterforschung in der Medizin (GiM) hat. Seit 2007 wird es als eigenständige Einrichtung geführt. Die Wisssenschaftler des GIM bemühen sich, geschlechtsspezifische Unterschiede zu erkennen und bei Diagnostik und Therapie besser zur berücksichtigen. Jetzt hat das Institut sein neuestes Werkzeug für interessierte Ärztinnen und Ärzte, Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Beschäftigte im Gesundheitssystem vorgestellt: GenderMedDB – ein systematisches Archiv wissenschaftlicher Publikationen von geschlechtsspezifischer medizinischer Literatur.

Wer Veröffentlichungen zur Gendermedizin sucht, wird hier fündig. Ob es um ein Forschungsprojekt zu Geschlechtsunterschieden geht, um die Begutachtung eines Antrags zu Gendermedizin, eine Zusammenstellung von Literatur oder einfach um Interesse am Thema – in der neuen kostenlosen Datenbank sind alle themenbezogenen, wissenschaftlich fundierten Publikationen gelistet. GenderMedDB beinhaltet sowohl Artikel, die sich mit biologischen Geschlechterunterschieden befassen, als auch Publikationen, die die Rolle von psychosozialen, ökonomischen und kulturellen Aspekten als Ursachen von Unterschieden zwischen Männern und Frauen analysieren.

11 000 Artikel zu geschlechtsspezifischen Unterschieden in der Medizin sind aktuell verfügbar, mehr als 40 000 Artikel sind bereits gesichtet worden. Nach Fachrichtungen und Erkrankungen unterteilt, können die Nutzer schnell geeignete Veröffentlichungen nach individuell definierten Kriterien aufrufen und passend zum eigenen Thema zusammenstellen. Darüber hinaus stehen diverse Statistiken und ein Forum zum Austausch zur Verfügung. Die Datenbank wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und durch PubMed gespeist, sodass neue Artikel geprüft und zeitnah eingebunden werden können. Damit ist gewährleistet, dass GenderMedDB immer auf dem neuesten Stand ist.

Registrierung und mehr Informationen unter gendermeddb.charite.de 
oder bei Dr. Sabine Oertelt-Prigione, Mail: sabine.oertelt-prigione(at)charite.de

Text: DGU/BDU-Pressestelle


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