SpiFa – Personalien: Dr. Andreas Gassen neuer Vorsitzender, Lars Lindemann ist Hauptgeschäftsführer

Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 28. März 2013|Aktualisiert am 06. April 2017

SpiFa: Dr. Andreas Gassen neuer Vorsitzender, Lars Lindemann ist Hauptgeschäftsführer

Neue SpiFa Spitze (v.l.n.r.): Lars Lindemann, Hauptgeschäftsführer; Dr. Dirk Heinrich, 2. Vorsitzender; Dr. Andreas Gassen, 1. Vorsitzender; Dr. Axel Schroeder, 3. Vorsitzender (Quelle: SpiFa / Lopata)

Berlin, 26.03.2013 – Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) hat sich personell neu aufgestellt. Die 17 SpiFa-Mitgliedsverbände (fachärztliche Berufsverbände, die Interessen von 70.000 Fachärzte vertreten, haben auf zwei Vorstandspositionen neu gewählt und den Verband mit der neuen Position des Hauptgeschäftsführers personell und inhaltlich weiter verstärkt. Neuer Erster Vorsitzende ist der Düsseldorfer Orthopäde Dr. med. Andreas Gassen. Damit war die 3. Vorstandsposition frei, die zuvor Andreas Gassen innehatte: Neu gewählt wurde auf diese Position Dr. med. Axel Schroeder, Urologe aus Neumünster. Nicht zur Wahl standen der 2. Vorsitzende Dr. med. Dirk Heinrich, HNO-Arzt aus Hamburg, sowie Schriftführerin Dr. med. Petra Bubel, HNO-Ärztin aus Lutherstadt Eisleben, und der Stuttgarter Chirurg Dr. med. Dieter Haack als Schatzmeister. Mit Lars Lindemann, Berliner Rechtsanwalt und FDP-Bundestagsabgeordneten mit dem Schwerpunkt der Gesundheitspolitik, hat der Verband jetzt einen Hauptgeschäftsführer. Ihm, der im politischen Berlin wie auch in der Berliner medizinischen Versorgungslandschaft gut vernetzt ist, obliegt die politische Vertretung der Fachärzte in der Hauptstadt.

Damit ist der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands mit seinen 17 Mitgliedsverbänden (s.u.) personell für die Zukunft neu
SpiFa – Statements: Organisation der Fachärzte

Andreas Gassen sieht die Fachärzte „was vernetzte, die Sektoren übergreifende Arbeit angeht, gut aufgestellt. Und dies alles auf freiberuflicher Basis – anders als unterstellt, wollen auch junge Ärzte nicht ins MVZ als Angestellte. Sie wollen durchaus selbstständig tätig sein, allerdings mit mehr zeitlicher Flexibilität.“

Dirk Heinrich, 2. Vorsitzender, sieht den SpiFa daher auch als Projektschmiede der Fachärzte: „Der SpiFa setzt sich mit den Zukunftsthemen Vernetzung auseinander und beteiligt sich an der Entwicklung moderner Versorgungsformen. Da, wo notwendig, wird er die Ellenbogen ausfahren. Insgesamt sind die Fachärzte gut vorbereitet, ideenreich und geschlossener.“

Axel Schroeder als 3. Vorsitzendem betont die funktionierende Rückkoppelung innerhalb des SpiFa mit seinen 17 Mitgliedsverbänden: „Der SpiFa beteiligt sich mit den Verbänden an der Organisation der fachärztlichen Interessen in den Regionen der Kassenärztlichen Vereinigungen und in den Gremien der Selbstverwaltung. Er sieht sich auch als Verbindung zu den Fachärzten in den Kliniken – diese, vorwiegend in der Weiterbildung, sind Niedergelassene von Morgen.“

Dies alles unterstützt der Hauptgeschäftsführer Lars Lindemann: „Die Erfolge der Fachärzte um die Herstellung einer einheitlichen Linie sind da, werden aber in der Politik nicht richtig wahrgenommen; hier müssen wir als SpiFa entschiedener auftreten; die Politik muss merken, dass die Fachärzte eine eigene Stimme haben.“
SpiFa – Statements: Fachärzte nach vorne denken
Die berufspolitischen Aufgaben beschreibt der SpiFa Vorsitzender Andreas Gassen: „Facharzt sein wird unmöglich gemacht – daher unser klares ‚Nein‘ zu: Bürgerversicherung und zur Budgetierung – wir fordern feste Preise. Die Gängelung durch die Krankenkassen lehnen wir ab. Eine durch das Spardiktat bedingte Rationierung lassen sich die Fachärzte nicht in die Schuhe schieben. Wir werden die Verantwortlichen klar benennen, denn der SpiFa will eine gut ausgestattete Patientenversorgung.“

Dies alles wird unterstrichen durch die Kampagnenfähigkeit, die die Fachärzte im letzten Herbst bewiesen haben: „Wir haben die Fachärztebasis eingebunden, sie abstimmen lassen über die Protestaktionen. Dies hat die Kassen nachhaltig beeindruckt und die Fachärzte nach innen gestärkt. Die Fachärzte waren ganz vorne mit dabei“, so Dirk Heinrich.
Hauptgeschäftsführer Lars Lindemann unterstreicht, dass sich die Kassen entscheiden müssten, ob sie die Fachärzte eher als Gegner oder als Partner sehen. Das Ziel des SpiFa, die Fachärzte stärker im Gesetz zu verankern, sieht Lars Lindemann als Stärkung der Fachärzte gegenüber den Kassen.

Innerfachärztlich sieht Andreas Gassen die Zeichen auf Zusammenschluss, aber: „Der SpiFa formuliert Facharztpolitik. Fachärzte brauchen eine schlagkräftige Plattform, die sich je nach Erfordernis mit anderen Verbünden zusammenschließt. Bei Themen, die die gesamte Ärzteschaft betreffen, wird der SpiFa sich gemeinsam mit anderen Verbänden engagieren.“
Die Perspektive in die Zukunft will sich der SpiFa nicht verstellen lassen. Deshalb ist, so Axel Schroeder, der Kontakt zu den Medizinstudierenden wichtig. Der SpiFa unterstützt seine Mitgliedsverbände im Kontakt zu Medizinstudierenden: „Der medizinische Nachwuchs muss motiviert und darf nicht abgeschreckt werden; daher wird der SpiFa Aufklärungsarbeit leisten, in dem er zwar benennt, aber dabei Lösungen aufzeigt. Die Medizinstudieren merken, dass sich Engagement lohnt.“ (Text: SpiFa / js)