Neue Abrechnungsziffern: MRSA hält Einzug in EBM (20.02.2012)

Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 10. Dezember 2012|Aktualisiert am 06. April 2017

Neue Abrechnungsziffern: MRSA hält Einzug in EBM

Fortbildungstermine auch online

Zum 1. April 2012 gibt es eine neue Vergütungsvereinbarung für ärztliche Leistungen der Diagnostik und ambulanten Eradikationstherapie an Risikopatienten mit dem Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA). Nachdem 2011 eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen worden war, findet der MRSA damit jetzt Eingang in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM). Die neuen Leistungen werden extrabudgetär bezahlt. Die Vergütungsvereinbarung ist zunächst bis zum 31. März 2014 befristet.

Die neuen EBM-Ziffern können abgerechnet werden, wenn die Ärztin oder der Arzt eine entsprechende Genehmigung von der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) hat. Diese Genehmigung ist an eine Qualifizierung gebunden ist: So muss entweder bereits die Zusatzbezeichnung Infektologie geführt werden, oder es muss an einer mindestens dreistündigen zertifizierten Fortbildung teilgenommen worden sein.

Die Teilnahme an einer „MRSA“-Zertifizierung soll bundeseinheitlich einen aktuellen Stand zur Diagnostik und Behandlung von MRSA-Patienten sowie deren Kontaktpersonen und zu Kenntnissen von Übertragungswegen sowie den Umgang mit Erkrankten in der ambulanten Versorgung gewährleisten.

Die KV én bieten entsprechende Fortbildungsveranstaltungen an.

Auch eine durch Zertifikat belegte Online-Fortbildung zum Thema kann absolviert werden.
Ab 1. April 2012 soll sie bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zur
Verfügung stehen. Bis dahin kann die Online-Fortbildung der KV Bayern genutzt werden, die in Schleswig-Holstein anerkannt wird. Den Zugangscode zu dieser Online-Fortbildung gibt es unter der Rufnummer 04551 / 883 883.