GOÄ-Äußerungen von Bundesärztekammerpräsident Dr. Frank Montgomery - Das Gespür verloren

Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 04. Dezember 2014|Aktualisiert am 06. April 2017

SpiFa: GOÄ-Äußerungen von Bundesärztekammerpräsident Dr. Frank Montgomery - Das Gespür verloren

Berlin, 22.05.2014 - Die Äußerungen von Bundesärztekammerpräsident Dr. Frank Montgomery, es werde nicht weniger Geld, aber es werde Verlierer bei der kommenden GOÄ-Reform geben, sind für den SpiFa und seine Mitgliedsverbände nicht hinnehmbar, denn: „Nicht einige, alle Ärzte haben bereits verloren – in den letzten Jahren ohne finanzielle Anpassung, ohne Inflationsausgleich. Die Erwartungshaltung unter den Ärzten war deutlich eine andere. Die BÄK hat ein Sparpaket für die Private Krankenversicherung und die öffentliche Hand verhandelt. Sie hat dabei völlig aus den Augen verloren, dass aus ärztlicher Sicht allein die Wertigkeit der einzelnen ärztlichen Leistung bei GOÄ-Verhandlungen zu zählen hat. Aber hier standen nicht die Interessen der Ärzte, sondern die Wünsche der Kostenträger im Vordergrund“, kritisiert SpiFa-Hauptgeschäftsführer Lars F. Lindemann. Dies sei, so Lars F. Lindemann, ein weiterer Schritt in Richtung Gesundheitssozialismus. Ärzte werden darin zu Lohnsklaven reduziert, die sich behördlichen Vorgaben zu unterwerfen haben.

Die Äußerungen legen nahe, dass Bundesärztekammerpräsident Frank Montgomery das Gespür für seine ärztliche Basis und seine Aufgabe verloren hat“, spitzt Lars F. Lindemann zu. Der SpiFa kritisiert, dass sich die BÄK unter Führung seines Präsidenten nicht ernsthaft für die Belange der Ärzteschaft eingesetzt hat – sonst könnte es ein solches Ergebnis nicht geben: „Wenn man liest, es werde nicht in existenzbedrohendem Maße verloren, könnte man glauben, es ginge um den EBM und nicht um die medizinische Versorgung im privatärztlichen Bereich“, so Lars F. Lindemann. Frank Montgomery muss sich auf einen harten Ärztetag einstellen  Lars F. Lindemann: „Als Gewerkschaftsführer des Marburger Bundes wäre Montgomery jetzt weg vom Fenster – so ein Ergebnis hat er in seinen Gewerkschaftsjahren auch nicht vorgelegt.“

Quelle: Pressemitteilung des SpiFa/www.spifa.de