SpiFa zur Einheit des KV Systems

Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 02. Januar 2015|Aktualisiert am 06. April 2017

SpiFa: An einem Strang ziehen – Aufruf zur Geschlossenheit

SpiFa- PRESSEINFORMATION

Reaktion auf die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) am vergangenen Freitag, 08.11.2013

 

Berlin, 11.11.2013 - Der SpiFa setzt darauf, dass sich die Vertreter der Haus- und Fachärzte nach der letzten Vertreterversammlung geschlossen wieder der wesentlichen Aufgabe zuwenden: Gemeinsam für optimale Versorgungsstrukturen in der Patientenversorgung kämpfen. Besonders kritisiert der SpiFa die Absicht, haus- und fachärztliche Belange unabhängig voneinander zu entscheiden und weiter zu entwickeln: „Wir alle können Forderungen ohne Limit aufstellen. Das ist nicht das Problem. Die Herausforderung ist, die Sektor übergreifende Versorgung gemeinsam zu gestalten", so SpiFa Vorstand Dr. med. Dirk Heinrich.

Lars Lindemann, SpiFa-Hauptgeschäftsführer, ergänzt: „Es macht mit Blick auf die Herausforderungen der Zukunft keinen Sinn, weitere Grenzen innerhalb der Ärzteschaft zu ziehen. Ziel muss eine weitestgehend reibungslose Organisation von Versorgung durch die Ärzteschaft sein. Das Abstimmungsergebnis am vergangenen Freitag dokumentiert, dass die Mehrheit der Haus- und Fachärzte an der gemeinsamen KBV festhalten wollen.“ Wenn, wie berichtet wurde, nur 16 Vertreter in der Vertreterversammlung gegen die jetzt bestehende Form der KBV votierten, „so ist dies auch ein deutliches Zeichen dafür, dass auch in der Hausärzteschaft erkannt wird, dass man sich nur gemeinsam gegen diejenigen aufstellen kann, die Versorgung durch Budgetierung limitieren," so Lindemann weiter.

Wären die Bereiche erst einmal getrennt, wäre es schwer, die Sektor übergreifende Schnittstellenarbeit voranzutreiben. Eine Sektionierung des KV-Systems ist daher kontraproduktiv, egal, wer sie in Szene zu setzen versucht. Ohne Einheit würde jeder Bereich nur Forderungen für sich aufstellen. Nicht mehr die Ärzte wären das verbindende Glied, sondern den Kassen fiele die Rolle des Sachwalters der Gesundheitsversorgung zu.

„Der Gegner sitzt nicht in der gemeinsamen, ärztlichen Selbstverwaltung. Einigkeit jetzt ist das Gebot der Stunde. Wir brauchen den gemeinsamen Horizont. Separatismus ist uns Ärzten immer schlecht bekommen“, urteilt Dr. med. Axel Schroeder vom SpiFa Vorstand. Eine gemeinsame KBV und eine gut vernetzte Versorgung aus einem Guss sind der beste Schutz vor Versuchen, die Arztgruppen gegeneinander auszuspielen.

Herausgeber (V.i.S.d.P.): Dr. med. Andreas Gassen, Dr. med. Dirk Heinrich, Dr. med. Axel Schroeder (Vorstände SpiFa) – Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. – Hauptgeschäftsführer: RA Lars Lindemann – Straße des 17. Juni 106-108, 10623 Berlin, Pressesprecher: Joachim Stier, M: 0170/2900 88 3, T: 030/206 46 717, E-Mail: presse(at)spifa.de

Spitzenverband Fachärzte Deutschlands – www.spifa.de
Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa)setzt sich für die Interessen der niedergelassenen Fachärzte ein. Sein Ziel: Erhalt der wohnortnahen ambulanten Facharztpraxis. Rund 70.000 niedergelassene Fachärzte stellen zusammen mit ihren rund 210.000 Arzthelferinnen die fachärztliche Grund- und Spezialversorgung sicher (Wirtschafts- und Arbeitsplatzfaktor). Auf 1.000 Einwohner kommen in Deutschland 0,9 Fachärzte an Kliniken und 0,7 in der Facharztpraxis. Mit 1,6 Fachärzten auf 1.000 Einwohner liegt Deutschland sogar nur im unteren europäischen Mittelfeld. Von einer doppelten Versorgung kann keine Rede sein.