Urinzytologie: Angelegenheit an die Bundesärztekammer zurückverwiesen (26.04.2009)

Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 13. Februar 2012|Aktualisiert am 06. April 2017

Urinzytologie: Angelegenheit an die Bundesärztekammer zurückverwiesen

Der Vorstand der Ärztekammer Westfalen-Lippe befand zytologische Leistungen nach GNr 19310 bis 19312 des Kapitels 19 EBM in seiner Entscheidung vom 18.10.2006 als fachfremd für Urologen. Anlass gab die genaue Auslegung des Textes der Muster-Weiterbildungsordnung von 2005. In der Folge wurde dieser Beschluss von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe umgesetzt. Urologen in Westfalen-Lippe können seit 2007 die Urinzytologie nicht mehr zu Lasten der GKV erbringen und abrechnen. Der BDU hat gegen diese Entwicklung protestiert. Der Vorstand der Ärztekammer Westfalen Lippe hat sich nun in einer Sitzung am 11.2.2009 erneut des Themas angenommen. Es wurde beschlossen die Angelegenheit an die Bundesärztekammer zurück zu verweisen. Der Beschluss lautet:

"Die zuständigen Gremien der Bundesärztekammer mögen die Frage der Gebietszugehörigkeit der Urinzytologie zum Gebiet Urologie erneut diskutieren und dabei klären, in welchem Umfang Urinzytologien von Urologen erbracht werden. Danach sollte entweder entschieden werden, die Urinzytologie - wie bereits in der WB0 93 - in das Gebiet Urologie fallen zu lassen oder aber die Gründe anzugeben, warum es sich um eine für Urologen fachfremde Leistung handelt."

Damit erlangt das Thema bundesweite Bedeutung. BDU und DGU sind aufgefordert deutlich Position zu beziehen und die Zugehörigkeit der Urinzytologie zu unserem Fachgebiet eindeutig zu belegen

Dr. med. Christian Tschuschke
BDU Westfalen-Lippe