SpiFa: Mit erweitertem Vorstand und neuen Mitgliedern Verantwortung für alle Fachärzte übernehmen

Autor: Redaktion|Veröffentlicht am 09. Januar 2016|Aktualisiert am 06. April 2017

Mit erweitertem Vorstand und neuen Mitgliedern Verantwortung für alle Fachärzte übernehmen

SpiFa-Pressemitteilung

Berlin, 24.04.2015. Mit einem neu gewählten und erweiterten Vorstand sowie dem Beitritt weiterer Berufsverbände zum SpiFa hat die Konsolidierung der fachärztlichen Verbandslandschaft die entscheidende Hürde genommen. Der seit 2014 umgestaltete SpiFa vertritt nun die meisten Fachärzte in Deutschland. Auf der heutigen Mitgliederversammlung (Fr., 24.04.2015) wurden die Weichen für die Zukunft gestellt.

Mit der Erweiterung des Vorstandes bildet der SpiFa den Zuwachs an Verbänden und die weitere Komplettierung der fachärztlichen Berufsfelder ab. Gewählt wurden Dr. med. Dirk Heinrich als 1. Vorsitzender, Dr. med. Axel Schroeder als 2. Vorsitzender und Dr. med. Christian Albring als 3. Vorsitzender. Neu als 4. Vorstand wurde Dr. med. Hans-Friedrich Spies gewählt. Der Wahl vorausgegangen war der Beitritt des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI), des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten (BDA), des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte (BVDN) sowie des Berufsverbandes Deutscher Neurologen (BDN), des Berufsverbandes Deutscher Psychiater (BVDP) und des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland (BKJPP).

„Die wichtige Konsolidierungshürde, unter dem Dach des SpiFa mit seinen Mitgliedsverbänden die meisten Fachärzte zu versammeln, ist jetzt erreicht. Damit ist der reformierte SpiFa der größte Facharztverband in Deutschland mit entsprechender Verantwortung für alle Fachärzte in Praxis und Klinik. Eingeschlossen ist darin auch das Thema Europa, dem sich der SpiFa intensiv widmen wird“, erklärt Dirk Heinrich, SpiFa-Vorsitzender, im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Dachverbandes. Zum Sprecher des SpiFa-Ausschusses „Europäische Angelegenheiten“ wurde Prof. Dr. Götz Geldner, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten und noch amtierender Präsident der GFB, berufen. Der BDA, dessen Mitglieder mehrheitlich aus dem Klinikbereich kommen, steht exemplarisch für den Anspruch des SpiFa für alle Fachärzte zu sprechen: „Wir vertreten die Fachärzte als Angehörige eines freien Berufes, die diesen in den unterschiedlichsten Konstellationen ausüben können und wollen. Die noch vorhandenen sektoralen Abgrenzungen werden, davon sind wir überzeugt, in Zukunft abgebaut werden, so dass Fachärzte nicht nur zwischen Praxis und Klinik wählen, sondern beides miteinander verbinden“, erläuterte Axel Schroeder, 2. Vorsitzender.

Die jetzt beigetretenen Verbände haben an der Reform des SpiFa, in deren Mittelpunkt eine umfängliche Satzungsänderung stand, mitgewirkt: „Mit dem heutigen Tag haben wir gemeinsam den SpiFa neu positioniert. Durch ihren Beitritt dokumentieren die Neumitglieder, dass sie hinter dem jetzt gemeinsamen Projekt der Einheit der Fachärzte stehen“, erklärte Dr. med. Hans-Friedrich Spies vom BDI stellvertretend für die beigetretenen Verbände. Hans-Friedrich Spies betont, dass der neue Vorstand umgehend eine Basis schaffen wird, die es auch den restlichen Facharztverbänden möglich macht, noch in 2015 dem neuen SpiFa beizutreten.

SpiFa-Hauptgeschäftsführer Lars F. Lindemann erwartet politische Ge- und Entschlossenheit: „Der SpiFa wird die Chancen der vielfältigen fachärztlichen Berufsausübung stärken und gegenüber der Politik kraftvoll vertreten. Die organisatorische und damit auch die politische Einheit der Fachärzte ist eine Bedingung für eine effiziente Interessenvertretung aller Fachärzte in Praxis und Klinik in Deutschland und Europa. Die Politik erwartet dies seit langem von den Fachärzten. Viele Reformen sind in den vergangenen Jahren ohne entscheidende Einflussnahme der Fachärzte geblieben. Der politische Betrieb in Berlin und Brüssel nimmt keine Rücksicht auf organisatorische Schwäche. Für die Fachärzte denkt und handelt kein Dritter – das ist ureigene Aufgabe der Fachärzte selbst. Die politischen Niederlagen der Vergangenheit haben die Fachärzte jetzt zum Handeln gebracht.“

Der neue Verbund ist nicht nur gemessen an der Zahl der Mitglieder der größte fachärztliche Dachverband, sondern hat seinen Schirm auch über die meisten Schwerpunkte aufgespannt: „Der SpiFa ist damit der Sprecher für die Belange der gesamten Facharztmedizin in Praxis und Klinik. Die auf uns zukommende inhaltliche Verantwortung erfordert eine straffe Organisation und ein Festhalten an den bislang bewährten SpiFa-Prinzipien: Konzentration auf die fachübergreifenden Interessen und deren Vertretung und keine Einmischung in berufspolitische Belange seiner Mitgliedsverbände. Dies erfordert eine hohe Disziplin aller Beteiligten“, erläuterte Christian Albring als neuer SpiFa-Vorstand.

Den roten Faden der inhaltlichen Arbeit fasste der Vorsitzende Dirk Heinrich zusammen: „Die Grundlage unserer künftigen Arbeit wird die strikte Ausrichtung an der sektorübergreifenden medizinischen Versorgung sein. Hierfür werden wir innerhalb der Ärzteschaft werben und dafür mit der Politik streiten. Das Versorgungsstrukturgesetz ist der Versuch, die alten sektororientierten Strukturen weiter zu zementieren. Wir als SpiFa werden unter Beweis stellen, dass die Fachärzteschaft bereit ist, diese strukturellen Sackgassen zu verlassen, und für konsensorientierte Reformen zur Verfügung steht.“ 

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SpiFa-Pressekontakt: Joachim Stier – SpiFa Pressesprecher – E-Mail: presse(at)spifa.de – M: 0170/2900 88 3